Ausfuhrkennzeichen: Was kostet Kennzeichen und Versicherung?

Das Ausfuhrkennzeichen verursacht Kosten in drei Bereichen: Zulassungsgebühren bei der Behörde, Schilderkosten beim Graveur und die Versicherungsprämie. Wie hoch diese ausfallen, hängt vor allem vom Zielland und der Laufzeit ab.

  • Zulassungsgebühren: ca. 25–40 € beim Straßenverkehrsamt
  • Schilderkosten: ca. 25–35 € für die Kennzeichenschilder
  • Versicherungsbeitrag: 100–500 € je nach Zielland und Laufzeit
  • Gesamtkosten selten unter 150 €, oft 250–600 € je nach Zielland
  • EU-Ziele günstiger, Drittstaaten teurer — Türkei und Osteuropa oft Mittelfeld

Zulassungsgebühren beim Straßenverkehrsamt

Die Zulassungsgebühren für ein Ausfuhrkennzeichen fallen bei der zuständigen Zulassungsstelle an. Je nach Bundesland und Gemeinde liegen diese bei ca. 25–40 Euro. Dazu kommen Verwaltungsgebühren für die Ausstellung der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein). Insgesamt sollten Sie für den Behördengang ca. 30–50 Euro einplanen.

Schilderkosten

Die Kennzeichenschilder müssen bei einem zugelassenen Schilderpräger angefertigt werden — oft direkt vor der Zulassungsstelle. Für ein Ausfuhrkennzeichen werden zwei Schilder benötigt (vorne und hinten), die Kosten liegen meist bei 25–35 Euro. Bei einigen Behörden sind Schilderpräger direkt im Gebäude oder in unmittelbarer Nähe.

Versicherungskosten nach Zielland

ZiellandTypische Versicherungskosten (30 Tage)Besonderheiten
EU-Länder West100–200 €Grüne Karte ausreichend, Haftpflicht oft günstig
EU-Länder Ost (z. B. Polen, Rumänien)150–250 €Höheres Diebstahlrisiko wird eingepreist
Türkei200–350 €Grüne Karte Pflicht, Asienhälfte oft teurer
Ukraine, Moldau, Georgien250–450 €Hochrisiko-Länder, spezielle Tarife nötig
Drittstaaten Nordafrika300–500 €Grenzversicherung zusätzlich nötig

Kostentreiber: Was macht die Versicherung teuer?

  • Zielland mit hohem Schadensrisiko oder schlechter Infrastruktur
  • Lange Gültigkeitsdauer — 12 Monate kostet deutlich mehr als 30 Tage
  • Fahrzeugtyp und -wert — hochwertige Fahrzeuge haben höhere Prämien
  • Zusatzdeckungen wie Kasko im Ausland
  • Anzahl der mitversicherten Transitländer

Wie lassen sich Kosten reduzieren?

  • Nur so lange Laufzeit wählen wie nötig — Überplanung vermeiden
  • Angebote mehrerer Ausfuhrversicherer vergleichen
  • Auf unnötige Zusatzdeckungen verzichten, wenn Fahrzeug günstig ist
  • Fahrzeug mit aktuellem TÜV — schlechtere Fahrzeuge können höhere Prämien haben
  • Direkte EU-Route ohne unnötige Transitländer planen

Gesamtkosten-Beispielrechnung

Überführung nach Polen, 30 Tage Laufzeit: Zulassung 35 €, Schilder 30 €, Versicherung 180 € = Gesamtkosten 245 €. Überführung in die Ukraine, 60 Tage: Zulassung 35 €, Schilder 30 €, Versicherung 380 € = Gesamtkosten 445 €. Diese Werte sind Richtwerte — die tatsächlichen Kosten variieren je nach Versicherer und Fahrzeug.